Adventure & Trekking in der Mongolei
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Wissenswertes über das Land des Dschingis Khan

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Geographie
Die Mongolei liegt im Herzen Asiens. Im Norden und Nordwesten grenzt die Mongolei an Russland, im Süden, Südwesten und Osten ist China der Nachbar.
Bei einer Durchschnittshöhe von 1580 m ü. M. gehört die Mongolei zu den höchstgelegenen Ländern der Welt.

In der Mongolei sind sechs topografische Kategorien vertreten:

  • Wüste
  • Wüsten-Steppe
  • Berge
  • Bergwälder-Steppen
  • Steppe
  • Taiga

Fast ein Drittel der Fläche gehört zur Gobi-Region, der trockenen Wüsten- und Halbwüstenlandschaft Zentralasiens. Obwohl eine dürre Gegend, beschafft sie genügend Gras, um die zahlreich verstreuten Schaf-, Ziegen und Kamelherden zu ernähren. Im Gegensatz zu anderen Wüsten besteht die Gobi nicht primär aus Sand und Sanddünen. Merkmal sind die weiten Grassteppen, der Ursprung der berühmten mongolischen Pferde, welche Dschingis Khan erfolgreich in seine Eroberungskriege führten.

Die Mongolei ist in 18 Provinzen (aimag) und vier unabhängige Bezirke, die zum Teil ebenfalls als Aimags bezeichnet werden, unterteilt. Dies sind Ulan Bator, Darkhan-Uul (mit der Stadt Darkhan), Orkhon (Hauptstadt Erdenet) und Gov-Sumber (mit der Stadt Choir). Die Aimags sind weiter in Total 298 Distrikte (sum) unterteilt.

Gebirgsketten
Im Westen erheben sich die höchsten Gipfel des Landes wie der ganzjährig schneebedeckte Mongol Altai Nuruu. Ein grossartiger Gletscher erhebt sich vom höchsten Spitz, Tavanbogd Uul (4374 m), über die Mongolei, Russland und China. Zwischen den hohen Gipfeln liegt völlige Wüste, wo kaum Regen fällt.
Es ist eine unglaublich schöne Felsenlandschaft. In den etwas regenreicheren Tälern haben sich einige Bäume ihren Lebensraum geschaffen.

Im Nordosten von Ulan Bator liegt der Khentii Nuruu, die höchste Bergkette der Ostmongolei und bei weitem die am besten erreichbare für Wanderer. Es ist eine dicht bewaldete Gegend mit rauschenden Flüssen und beeindruckenden Berggipfeln, deren höchster Punkt Asralt Khairkhan Uul (2800 m) erreicht.

Gewässer
Im Zentrum der Mongolei liegt die Khangai-Nuruu-Kette, dessen höchster Punkt (Otgon Tenger Uul) 3905 m erreicht. Nördlich dieser Bergkette entspringt die Quelle des Selenge Gol, grösster Fluss der Mongolei, der nordwärts in den Baikalsee fliesst. Der längste Fluss ist der Kherlen Gol im Osten des Landes.

Die Mongolei hat zahlreiche Salz- und Süsswasserseen, die für Camping, das Beobachten von Vögeln, Wandern, Schwimmen und Fischen grossartig sind. Der bekannteste ist der prächtige Hovsgol Nuur, der mehr als 2% des Süsswassers der Welt enthält. Der grösste See ist der Uvs Nuur.

Weitere geologische und geografische Besonderheiten
Unterwasser- und Felshöhlen – einige mit alten Wandbemalungen; schlafende Vulkane; heisse und kalte Quellen; die Senken der grossen Seen der Westmongolei und des Darkhadyn Khotgor westlich von Hovsgol Nuur; und natürlich die Orkhon-Khurkhree-Wasserfälle.

Land und Bevölkerung
1,566,500 km2 entsprechen etwa der Grösse Westeuropas. Die Mongolei ist das fünftgrösste Land Asiens und vierzigmal grösser als die Schweiz, mit nur einem Drittel der Einwohner (von denen ein Viertel in der Hauptstadt wohnen).

Ausser während der mongolischen Eroberungszeit unter Dschingis Khan und Kublai Khan war die Mongolei bis im 20. Jahrhundert etwa zwei Mal so gross wie heute. Die Innere Mongolei sowie ein grosser Teil Sibiriens waren einst Teile der Mongolei.

1918, als die Bevölkerung 648’100 Einwohner zählte – was einer Dichte von 0.41 Person pro km2 entspricht – stand die Mongolei einer unsicheren Zukunft gegenüber. Mit heute ca. 2.3 Millionen Einwohnern gehört dieses Land zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde (1.5 Einwohner pro km2).

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Das Volk der Tsaatan
Etwa 50 km westlich des Hovsgol-Sees in der Senke von Darkhadyn Khotgor, auch als Tsagaannuur, der Weisse See, nach dem Namen des grössten Dorfes der Gegend bekannt, gibt es nebst riesigen Waldgebieten etwa 300 Seen – allein um Tsagaannuur gibt es davon mehr als 200.

Es ist auch die Heimat eines einzigartigen Volkes, der Tsaatan. Ihr Name stammt vom mongolischen Wort tsaa, was soviel wie Rentier bedeutet. Dieses Volk führt noch immer ein nomadisches und sehr traditionelles Leben. Das Rentier bildet die existenzielle Grundlage der Tsaatan und liefert ihnen alles was sie brauchen: Milch und Häute für Kleider, es dient als Transportmittel und liefert wenn nötig auch Fleisch.
Das Volk der Tsaatan gehört den Tuvan an, einer ethnischen Gruppe, deren Heimat das angrenzende Russland ist. Ihre Sprache ist türkischer Herkunft und unterscheidet sich deutlich von der Landessprache. Im Norden der Mongolei verteilt, gibt es nur etwa 200 Tsaatan.

Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei, und die kälteste Hauptstadt der Welt (die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei minus 4 Grad Celsius) in der man „Ger“ (auch Jurten genannt: Traditionelle Behausung aus Holz und Filz), buddhistische Klöster und gleichzeitig moderne Hochhäuser bunt gemischt findet, liegt auf 1350 m ü. M. Ulan Bator ist das Administrativ-, Handels- und Industriezentrum des Landes.
Die Museen bieten jedem Interessierten die Möglichkeit, mehr über die Geschichte, Kultur und Natur der Mongolei zu erfahren. Das Museum für Naturgeschichte, das Bogd Khan Museum, Winterpalast des letzten mongolischen religiösen Führers „Bogda Gegen“, ist sicher einen Besuch wert.

Land und Regierung
1990 hat das mongolische Volk mit den ersten freien Wahlen gegen das 70-jährige sozialistische Einparteien-System gestimmt und sich für die freie Marktwirtschaft entschieden. So wurde 1992 offiziell das Anhängsel „Volksrepublik“ aus der Landesbezeichnung entfernt. Heute ist die Mongolei ein demokratisch regiertes Land, und alle 4 Jahre finden neue freie Wahlen statt. Natürlich braucht dieser Wandel Zeit, und viele Einrichtungen erinnern noch an die sozialistische Vergangenheit.

Sprache
Amtssprache der Mongolei ist Chalch-Mongolisch, dass der altaischen Sprachfamilie zugeordnet werden kann. Russisch war früher die am häufigsten gesprochene Fremdsprache und wird mehr und mehr durch andere Sprachen wie Englisch und Japanisch ersetzt.

Religion
Der buddhistische Lamaismus gehört seit der Zeit des Dschingis Khan zur Staatsreligion. Während der sozialistischen Herrschaft zwischen 1929 und 1990 wurde der Buddhismus jedoch unterdrückt und viele Klöster zerstört. Seit dem Demokratisierungsprozess 1990 ist der Buddhismus wieder zum Leben erweckt worden und wird wieder von den Mongolen praktiziert. Auch die Tradition des Schamanismus existiert noch.

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Naadam-Festival
Alljährlich, am 11. und 12. Juli (Revolutionsfeier von 1921), findet das Naadam-Festival statt. Im Wettbewerb stehen die drei Hauptsportarten Pferderennen, Pfeilbogen schiessen und Ringen. In den beiden ersten nehmen ebenfalls Frauen teil. Das Naadam-Festival ist der wichtigste Anlass für die Nomaden und ihre Pferde. Ausser der grossen Festlichkeit im Juli in Ulan Bator, finden auch kleine Gemeinde-Naadams statt – so ist es jedem Nomaden möglich, ein Siegerpferd in seiner Herde zu haben. Geritten werden diese Wettbewerbe von Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren, es verwundert deshalb nicht, wie geschickt sich bereits die Jüngsten im Sattel bewegen.